Claudias Lieblingsschmuckstück

Meine Freundin Claudia arbeitet als Psychiaterin in der Nähe von Heidelberg. Als ich sie bat, ihr Lieblingsschmuckstück anzulegen, um sie damit fotografieren zu können, zögerte sie nicht lange. Sie nahm das Armband ihrer Mutter aus einer Schublade heraus: ein wunderschönes breites Silberarmband, das von einem Goldschmied in einer alten Goldschmiede Technik gefertigt wurde. Jedes Element wurde ziseliert und bekam dadurch einen dreidimensionalen Charakter. Das Armband besteht aus mehreren identischen Elementen, die durch Ösen miteinander verbunden sind, um die Beweglichkeit des Schmuckstücks zu gewährleisten. Mit diesem Armband hielt Claudias Vater um die Hand seiner zukünftigen Frau an, es handelt sich also um ein außergewöhnliches Verlobungsschmuckstück.
Leider verlor Claudia ihre Mutter sehr früh, als sie selbst noch ein Teenager war. So ist das Armband ein ganz wichtiges Erinnerungsstück, das ihr von ihrer Mutter geblieben ist und sie beim Tragen gedanklich mit ihr verbindet.

Sophia und ihr Lieblingsschmuck

Sophia ist die Tochter einer sehr guten Freundin. Ich kenne sie schon seit sie im Kinderwagen saß. Deshalb freue ich mich besonders sie hier mit ihrem Lieblingsschmuck vorstellen zu können.
Sophia studiert Kulturwissenschaften in Frankfurt/Oder, lebt aber in Berlin. Sie trägt auf dem Foto fast den ganzen Schmuck, der ihr geblieben ist, nachdem sie ihre Wohnung für längere Zeit vermietet hatte… So wie auf diesem Foto trägt sie ihren Schmuck auch am liebsten: viele Ringe, Ohrringe und Ketten aus Silber, die alle kombinierbar sind und miteinander harmonieren. Für Sophia ist es wichtig nicht lange überlegen zu müssen, was sie sich morgens umlegt. Aus diesem Grund wählt sie mehr intuitiv als bewusst Schmuckstücke, die alle eine ähnliche Formensprache haben. Bei den meisten Schmuckstücken handelt es sich um Reiseerinnerungen aus Argentinien, Mexiko und Holland. Ein Schmuckstück, der Silberring mit den kleinen Kugelringen, den sie an der rechten Hand trägt, stammt aus Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens – auch Ende der Welt – genannt. Dorthin machte Sophia eine Reise, nachdem sie ein Semester in Buenos Aires studiert hat.

Ein ganz besonderes Schmuckstück trägt Sophia in Form eines Tattoos auf dem Arm. Es handelt sich um den lateinischen Spruch:Ecce Nova Facio Omnia (Siehe, ich mache alles neu!) in der Handschrift ihres Großvaters, der in Sophias Leben einen sehr hohen Stellenwert besitzt.