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Gefaltet Nr. 1

Entstehung von „Gefaltet“:
Ich arbeite an einer neuen Serie, die durch die Ästetik von gefaltetem Papier inspiriert wurde. Papier kann man einfach falten und so Dreidimensionalität entstehen lassen. Genau diesen Eindruck wollte ich bei der folgenden Serie erwecken, obwohl man Metall nicht einfach knicken kann und es mehrfacher, behutsamer Schritte bedarf, um das Metall knicken zu können. Durch sägen und feilen mit einer Dreikantfeile bereitet man ein Blech auf das Knicken vor. Man muss dabei mit aller größter Vorsicht vorgehen, denn sägt man ein bisschen zu tief oder feilt man über einen gewissen Winkel hinaus, fällt alles zusammen…

„Gefalteter“ Ohrring mit Zitronenchrysopras

Fred und ihr Lieblingsschmuckstück

Die Design Forscherin Fred Meier – Menzel trägt auf diesem Bild einen ganz besonderen Ring, der seit 1993 zu ihr gehört. Es ist ein sehr großer Ring, ein schiitischer Gebetsring, der in der arabischen Welt den Männern vorbehalten ist. Doch das alles wusste Fred gar nicht, als sie diesen Ring zum ersten Mal sah.

In einem Antiquitätengeschäft in Bangkok hat sie ihn entdeckt. Angesprochen habe sie von Anfang an die kraftvolle Stärke, die von diesem Ring ausgeht. „Ein Ring für einen Patriarchen“, dachte sie bei seinem Anblick. Eine ganze Weile sei sie um die Vitrine herumgeschlichen, in der der Ring ausgestellt war, hat ihn anprobiert und betrachtet, um dann schließlich ohne ihn wieder aus dem Geschäft heraus gegangen. Zu dieser Zeit konnte sie sich so einen Luxus einfach nicht erlauben. Ihre Freundin ist später zu dem Antiquitätengeschäft zurück gekehrt und hat ihr diesen Ring noch während ihres Thailand Aufenthalt geschenkt.

Der Ring ist also zum einen so besonders für Fred, weil er eine Art Freundschaftsring ist. „Fred und ihr Lieblingsschmuckstück“ weiterlesen

Angelika Wolpert – Goldschmiedin, Schmuckgestalterin, Künstlerin

Am Freitag, den 10. November habe ich mich durch unwirtliches Wetter nach Kreuzberg in die Galerie der Goldschmiedin und Ethnologin Martina Dempf begeben, um mir einen Vortrag von Angelika Wolpert anzuhören, der im Rahmen der Ausstellung „Made in Kreuzberg“ stattfand, bei der ein Fotograf und fünf Schmuckkünstlerinnen einen Einblick in ihr Arbeit gewähren.

Angelika Wolpert ist Goldschmiedin, Schmuckgestalterin und Künstlerin. In ihrem Vortrag führt sie unprätentiös und nahbar durch ihr künstlerisches Werk. Retrospektiv blickt sie auf ihren Werdegang zurück und legt dar, wie sie als Goldschmiedin vom Arbeiten mit dem Werkstoff Metall zum Papier kam.
Schon früh arbeitet Wolpert mit Hohlkörpern, was der erste Hinweis darauf ist, dass sich ihr Schaffen in Zukunft in Richtung Skulptur bewegen wird. „Ich wollte einfach keine Blechdosen mehr machen“, so beschreibt sie ihren starken Drang mit einem Material zu arbeiten, das sich plastisch formen lässt. So kommt sie zum Pappmaschee, welches sie zunächst bemalt und später dann mit Farbpigmenten versieht und schöpft dann auch selbst Papier. Es entstehen Arbeiten, die Schmuckstück und gleichzeitig Skulptur sind. Spielerisch bewegt sie sich zwischen größeren Skulpturen und Schmuckstücken hin und her. Am Schmuck, den sie als Kleinod bezeichnet, reizt sie bis heute das Format.

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Lasst mich so sterben wie ein Mexikaner!

In Mexiko – wo ich lange gelebt habe – gibt es eine ganz besondere Tradition mit dem Tod umzugehen, die mich von Anfang an fasziniert hat. Die Familie des Verstorbenen arrangiert einmal im Jahr, an den Totentagen, den „Dias de los Muertos“, zu Hause eine Art Erinnerungsaltar auf dem sich alle Dinge befinden, die der geliebte Mensch zu Lebzeiten gemocht hat: gutes Essen, Musik oder eine bestimmte Sportart. Ein Totenschädel aus Zuckerguss mit dem Namen des Verstorbenen wird liebevoll darauf gestellt. Diese Schädel sind bunt und hübsch anzusehen und keineswegs angsteinflößend oder unheimlich.

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Sandras Lieblingsschmuckstück

Das ist meine Freundin Sandra in einem Strandkorb auf Sylt im Januar. Ich habe sie gebeten ihr Lieblingsschmuckstück zu tragen und mir über etwas über dieses Schmuckstück zu erzählen, vor allem warum es für sie so besonders ist.
Sandra hat diesen Ring selbst in einer Goldschmiede in Frankfurt am Main in einem Goldschmiede Kurs angefertigt. Deshalb hat dieser Ring für sie auch diesen besonderen Wert: sie hat ihn selbst gefertigt und ihr ist klar geworden was für ein aufwendiger Prozess sich hinter einem handgefertigten Schmuckstück verbirgt. Außerdem hat sie das Design zusammen mit der Goldschmiedin entwickelt und den Stein dafür ausgesucht. Die Wertschätzung die sie diesem Schmuckstück entgegenbringt, geht sogar so weit, dass sie es nur zu besonderen Anlässen trägt. Es ist sozusagen ihr Festtags – Ring. Ich kann sie gut verstehen: ich bin Goldschmiedin und weiß, wie viele Stunden Arbeit sich hinter einem handgefertigten Schmuckstück verbergen…Außerdem ist der Ring aber auch ganz besonders schön.