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Sophia und ihr Lieblingsschmuck

Sophia ist die Tochter einer sehr guten Freundin. Ich kenne sie schon seit sie im Kinderwagen saß. Deshalb freue ich mich besonders sie hier mit ihrem Lieblingsschmuck vorstellen zu können.
Sophia studiert Kulturwissenschaften in Frankfurt/Oder, lebt aber in Berlin. Sie trägt auf dem Foto fast den ganzen Schmuck, der ihr geblieben ist, nachdem sie ihre Wohnung für längere Zeit vermietet hatte… So wie auf diesem Foto trägt sie ihren Schmuck auch am liebsten: viele Ringe, Ohrringe und Ketten aus Silber, die alle kombinierbar sind und miteinander harmonieren. Für Sophia ist es wichtig nicht lange überlegen zu müssen, was sie sich morgens umlegt. Aus diesem Grund wählt sie mehr intuitiv als bewusst Schmuckstücke, die alle eine ähnliche Formensprache haben. Bei den meisten Schmuckstücken handelt es sich um Reiseerinnerungen aus Argentinien, Mexiko und Holland. Ein Schmuckstück, der Silberring mit den kleinen Kugelringen, den sie an der rechten Hand trägt, stammt aus Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens – auch Ende der Welt – genannt. Dorthin machte Sophia eine Reise, nachdem sie ein Semester in Buenos Aires studiert hat.

Ein ganz besonderes Schmuckstück trägt Sophia in Form eines Tattoos auf dem Arm. Es handelt sich um den lateinischen Spruch:Ecce Nova Facio Omnia (Siehe, ich mache alles neu!) in der Handschrift ihres Großvaters, der in Sophias Leben einen sehr hohen Stellenwert besitzt.

Gefaltet Nr. 1

Entstehung von „Gefaltet“:
Ich arbeite an einer neuen Serie, die durch die Ästetik von gefaltetem Papier inspiriert wurde. Papier kann man einfach falten und so Dreidimensionalität entstehen lassen. Genau diesen Eindruck wollte ich bei der folgenden Serie erwecken, obwohl man Metall nicht einfach knicken kann und es mehrfacher, behutsamer Schritte bedarf, um das Metall knicken zu können. Durch sägen und feilen mit einer Dreikantfeile bereitet man ein Blech auf das Knicken vor. Man muss dabei mit aller größter Vorsicht vorgehen, denn sägt man ein bisschen zu tief oder feilt man über einen gewissen Winkel hinaus, fällt alles zusammen…

„Gefalteter“ Ohrring mit Zitronenchrysopras

Fred und ihr Lieblingsschmuckstück

Die Design Forscherin Fred Meier – Menzel trägt auf diesem Bild einen ganz besonderen Ring, der seit 1993 zu ihr gehört. Es ist ein sehr großer Ring, ein schiitischer Gebetsring, der in der arabischen Welt den Männern vorbehalten ist. Doch das alles wusste Fred gar nicht, als sie diesen Ring zum ersten Mal sah.

In einem Antiquitätengeschäft in Bangkok hat sie ihn entdeckt. Angesprochen habe sie von Anfang an die kraftvolle Stärke, die von diesem Ring ausgeht. „Ein Ring für einen Patriarchen“, dachte sie bei seinem Anblick. Eine ganze Weile sei sie um die Vitrine herumgeschlichen, in der der Ring ausgestellt war, hat ihn anprobiert und betrachtet, um dann schließlich ohne ihn wieder aus dem Geschäft heraus gegangen. Zu dieser Zeit konnte sie sich so einen Luxus einfach nicht erlauben. Ihre Freundin ist später zu dem Antiquitätengeschäft zurück gekehrt und hat ihr diesen Ring noch während ihres Thailand Aufenthalt geschenkt.

Der Ring ist also zum einen so besonders für Fred, weil er eine Art Freundschaftsring ist. „Fred und ihr Lieblingsschmuckstück“ weiterlesen

Angelika Wolpert – Goldschmiedin, Schmuckgestalterin, Künstlerin

Am Freitag, den 10. November habe ich mich durch unwirtliches Wetter nach Kreuzberg in die Galerie der Goldschmiedin und Ethnologin Martina Dempf begeben, um mir einen Vortrag von Angelika Wolpert anzuhören, der im Rahmen der Ausstellung „Made in Kreuzberg“ stattfand, bei der ein Fotograf und fünf Schmuckkünstlerinnen einen Einblick in ihr Arbeit gewähren.

Angelika Wolpert ist Goldschmiedin, Schmuckgestalterin und Künstlerin. In ihrem Vortrag führt sie unprätentiös und nahbar durch ihr künstlerisches Werk. Retrospektiv blickt sie auf ihren Werdegang zurück und legt dar, wie sie als Goldschmiedin vom Arbeiten mit dem Werkstoff Metall zum Papier kam.
Schon früh arbeitet Wolpert mit Hohlkörpern, was der erste Hinweis darauf ist, dass sich ihr Schaffen in Zukunft in Richtung Skulptur bewegen wird. „Ich wollte einfach keine Blechdosen mehr machen“, so beschreibt sie ihren starken Drang mit einem Material zu arbeiten, das sich plastisch formen lässt. So kommt sie zum Pappmaschee, welches sie zunächst bemalt und später dann mit Farbpigmenten versieht und schöpft dann auch selbst Papier. Es entstehen Arbeiten, die Schmuckstück und gleichzeitig Skulptur sind. Spielerisch bewegt sie sich zwischen größeren Skulpturen und Schmuckstücken hin und her. Am Schmuck, den sie als Kleinod bezeichnet, reizt sie bis heute das Format.

„Angelika Wolpert – Goldschmiedin, Schmuckgestalterin, Künstlerin“ weiterlesen